Heizkörper unkompliziert und schnell lackieren

 

Das Lackieren von Heizkörpern wird immer wieder mit viel Arbeit in Verbindung gebracht. Das Gegenteil ist der Fall. Mit der unten stehenden Technik erledigen Sie diese Aufgabe schnell und trotzdem seriös. Und lassen Sie sich von niemanden einreden, dass ein Heizkörper zum Lackieren abgenommen werden muss. Das wäre vielleicht nötig, wenn Sie die Heizung mit einem Pinsel streichen wollen, aber nicht wenn, wie bei unserer Methode, Sprühlack verwendet wird, der sich auch in die kleinsten Zwischenräume einer Heizung legt.

 

 

Benötigtes Material

Für das schnelle Lackieren von Heizkörpern benötigen Sie

1. eine Dose Heizkörperlackspray für jeden Heizkörper und zwei Dosen in Reserve (zuviel gekaufte Dosen am Ende einfach beim Baumarkt umtauschen. Kassenbeleg aufbewahren!)

2. Anlauger (Pulver)

3. ein wenig Spülmittel

4. einen Schwamm und einen Lappen

5. jede Menge Zeitungspapier

6. breites Abklebeband

7. einen großen Eimer

8. ein Handtuch

9. Schutzhandschuhe

10. evtl. eine Atemschutzmaske

 

Loslegen

1. Den Eimer bis zur Hälfte mit warmen bis heißen Wasser füllen und Spülmittel hinzugeben und mit dem Schwamm oder Lappen die Heizung gründlich säubern.

2. Die Heizung gründlich abtrocknen, den Eimer und Schwamm gründlich ausspülen.

3. Den Eimer wieder zur Hälfte mit warmen bis heißen Wasser füllen und das Anlaug-Pulver hinzuschütten. Schauen Sie dabei auf die Dosieranleitung auf der Packung und überschreiten die vorgeschlagene Dosis um ca. 1/3, denn eine etwas stärkere Anlaugermischung ist von Vorteil. Der Anlauger rauht die Oberfläche der Heizung an und macht bereitet so einen Untergrund, auf dem der Lack haften kann.

4. Schutzhandschuhe anziehen (der Anlauger ist stark hautreizend) und mit dem Schwamm den Anlauger satt auf den Heizkörper auftragen. Ein Schwamm ist hier besser als ein Lappen, da sich durch ihn Schaum bildet der besser an der Heizung "haftet" als Wasser und dadurch besser einwirkt.

5. Den Anlauger 30 Minuten einwirken lassen.

6. Die Heizung gründlich mit klaren Wasser abwischen. Der Anlauger dürfte noch so manch zähen Restdreck gelöst haben.

7. Den Heizkörper gründlich abtrocknen.

8. Das Zeitungspapier und das Klebeband nehmen und Fensterbänke, Wände und Fußboden im direkten Umfeld der Heizung großflächig abdecken.

9. Eine Dose Sprühlack nehmen und diese ca. 3 Minuten lang kräftig schütteln.

10. Unbedingt im Raum die Fenster schließen, um Zugluft zu vermeiden, die den Sprühnebel aus Lack in die falsche Richtung wehen könnte.

11. Für die, damit atmen können, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, den Atmemschutz aufzusetzen. Für diejenigen, die mit so einem Ding nicht atmen können (ich gehöre auch dazu): Einfach ohne weitermachen, so schlimm wird es auch nicht. Einfach nicht so tief einatmen, dann geht das.

12. Mit dem Sprühlack aus ca. 20cm Entfernung gleichmäßig auf den Heizkörper sprühen. Immer horizontal und vertikal und diagonal im Wechsel (Kreuztechnik) bis die Heizung nahtlos mit Lack bedeckt ist. Sprühlack ist nicht nur deshalb so geeignet, weil das Lackieren damit so schnell geht, sondern vor allem, weil er sich leicht in die bei Radiatoren-Heizungen anzutreffenden Zwischenräume setzt. Diese sind mit einem Pinsel nur sehr schwer zu erreichen.

13. Kurze Pause machen und warten, bis sich sämtlicher Sprühnebel gelegt hat.

14. Nach Stellen Ausschau halten, die noch ein wenig Lack gebrauchen können und diese nachsprühen und wieder warten bis sich sämtlicher Nebel gelegt hat.

15. Denn Lack ca. 30 Minuten trocknen lassen.

16. Fenster öffnen und gut lüften.

17. Das Zeitungspapier entfernen...

...fertig!

 

TIPP: Mit dem oben empfohlenen Procedre benötigen Sie pro Heizkörper ca. eine Stunde. Wenn Sie auch noch Türen, Zargen und Fußleisten lackieren müssen und noch mehr Zeit sparen wollen, ist es sinnvoll den Vorgang des Reinigens und des Anlaugens im einen Arbeitsgang auch dort gleich mit durchzuführen, also die Türen, Zargen und Fußleisten gleich mit anzulaugen.

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